Filialkirche Mariä Geburt in Marienhausen
 Die heutige Filialkirche Mariä Geburt wurde am Buß- und Bettag 1924 eingeweiht. Die katholischen Christen von Marienhausen und Maroth haben sie gemeinsam gebaut. Sie gehörten vorher zur Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt mit der Kirche in Marienrachdorf. Pfarrer Busalt konnte am 8. September 1923 den Grundstein legen. Dieser Tag ist auch der Namenstag der Kirche.
In Marienhausen wird erstmals eine Kapelle erwähnt im Jahr 1737. Sie wurde immer wieder erneuert, war zwischendurch Pferdestall und Lagerhalle. Schließlich wurde sie von einem privaten Erwerber im 19. Jahrhundert wieder den Gläubigen zurückgegeben und nach Umbaumaßnahmen am 22. Mai 1921 neu eingeweiht. Sie war etwa so groß wie der Raum unter der Empore und dem angrenzenden Teil der heutigen Werktagskapelle. Zwei Jahre später begann der Bau der größeren Kirche im neuromanischen Stil. Die Pläne erschienen der Regierungsverwaltung in Wiesbaden als zu "domartig". Gegen den Willen der Regierung setzte man sich durch und baute die Kirche. Dabei packte die Bevölkerung selbst an. Die Facharbeiter wurden verköstigt und die beiden Ortsgemeinden leisteten Unterstützung. Das war auch später noch der Fall, als Mitte der fünfziger Jahre die neuen Glocken angeschafft wurden. Die größte Glocke finanzierte die Ortsgemeinde Maroth, die drei kleineren die Ortsgemeinde Marienhausen.
In den Jahren nach dem II. Vatikanischen Konzil wurde die Kommunionbank entfernt. Teile davon finden sich im Werktagsaltar hinten in der Kirche. Der Hochaltar wurde durch eine Kreuzigungsgruppe ersetzt. Von der alten Einrichtung sind noch zwei Altarbilder vorhanden, für die ein neuer Seitenaltar auf der linken Seite geschaffen wurde.
1994 war die letzte Kirchenrenovierung. Der Tabernakel bekam rechts einen eigenen Aufbewahrungsort auf dem rechten Seitenaltar. Das Taufbecken, das ebenfalls im Altarraum stand, wurde vor den linken Seitenaltar verlegt. Die Ausmalungen erfolgten durch Herrn Daniel, einem Kunstmaler aus Geisenheim im Rheingau. Auch die Wagenbach-Orgel wurde überholt und um ein Register erweitert (Firma Göckel).
Rundgang durch Mariä Geburt mit vielen Bildern
Überblick über alle Kirchen der Pfarrei
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